29.+30.12.17 Jimmy Gee

  • Ein Blick hinter die Kulissen

29.12.17 Bern (Bümpliz), Sternsaal
30.12.17 Boswil, Chillout

Wie ist das eigentlich, wenn eine Rockband auf Tour geht? Diese Frage möchte ich euch im folgenden Bericht gerne beantworten. Ich war mit Jimmy Gee und Band in der Schweiz unterwegs und zeige euch Einblicke, wie es hinter den Kulissen einer Rockband aussieht und was die Musiker tun, wenn niemand zusieht 😉

Ich habe den Wahlberliner Jimmy Gee als einen humorvollen, ehrlichen, herzlichen, attraktiven, talentierten und stolzen Multiinstrumentalisten kennen lernen dürfen. Es ist mir nach vielen Jahren immer wieder eine Ehre, Zeit mit ihm zu verbringen und seine Livekonzerte zu besuchen, weil er so vielseitig und interessant ist. Jedes Konzert ist anders und einzigartig.

Jimmy Gee gilt als der beste Gitarrist Deutschlands (Deutscher Rock und Pop Musikverband 2013 und 2016). Er ist mit seinem „Heartrock“ im Stil der 80er Jahre längst nicht mehr nur deutschlandweit bekannt – so hat er beispielsweise in der Schweiz eine große Fanbase, die ihn auch bei den Konzerten in Bern und Boswil unterstützte. Der Sänger und Gitarrist ist jedoch nicht solo unterwegs, sondern hat seine feste Band im Schlepptau, die mit Oliver Busch (Bass), Eda Schilling (Gitarre, Keyboard, Gesang) und Leo Sieg (Schlagzeug) ein unschlagbares Team bildet.

28.12.17
Ja, ihr habt richtig gelesen: 28.12.17! Schon einen Tag vor dem ersten Konzert in der Schweiz macht sich die 9-köpfige Truppe in aller Frühe auf den Weg ins Allgäu, wo eine notwendige Zwischenübernachtung angedacht ist. Neben Jimmy, seinen Bandkollegen und mir sitzen außerdem Andreas Weimer (Sound), Norbert “Nobbi” Lipka (Roadie), Detlef „Detti“ Runge (Fahrer und Roadie) und Sabine Lipka (Merchandising) im Bandbus. Vor uns liegt ein langer Weg (ca. 1000km)!
Ich habe riesengroßen Respekt vor Bands, die eine stundenlange Anfahrt zum Gig im eigenen Kleinbus in Kauf nehmen. Im voll besetzten, unbequemen Tourbus ist es nämlich ein echtes Abenteuer zu reisen und definitiv nicht immer so einfach, wie man es sich vorstellt. Den Luxus eines Nightliners können und wollen sich nur die größeren Bands leisten. Also macht man es sich im „kleinen“ Bandbus (in unserem Falle ein VW Crafter) so gemütlich wie möglich. Detti lässt sich immer wieder etwas Neues einfallen, um für Unterhaltung und Komfort zu sorgen – so hatte er diesmal einen Monitor im Innenraum montiert, der das DVD Abspielen ermöglichte. Klasse! Echte Rockstars schauen übrigens „Otto – der Film“ 😉 Und wenn nicht gerade eine DVD zur allgemeinen Belustigung läuft, sorgt der Bandchef persönlich für das nötige Entertainment. Ab und zu wird unter den Musikkollegen gefachsimpelt, was das Zeug hält und manchmal macht auch jeder sein eigenes Ding – das Smartphone ist da dein bester Freund, dicht gefolgt vom Nackenkissen… eine echte Wunderwaffe bei einer langen Reise.

Foto: Leo Sieg

Als wir kurz nach 18:00 Uhr im Gasthof „Zum Fäßle“ im Allgäu (Kimratshofen) ankommen, erwarten uns die liebe Familie Böswald, sowie Christiana (ein ganz treuer und herzensguter Fan). Wir beziehen unsere Zimmer und freuen uns auf das gute Essen – seit Stunden die erste richtige Mahlzeit, denn unterwegs nahmen wir nur kurz mit dem Nobelrestaurant Burger King Vorlieb… 😛
Nach der köstlichen Bewirtung im Gasthof lässt unsere Truppe den Abend gemeinsam mit lustigen Anekdoten ausklingen und wird zum Schluss noch richtig kreativ. Im Nebenraum singen ein paar Leute verwunderlicher Weise Weihnachtslieder und wir machen selbstverständlich mit! Jimmy stimmt den Ton an und die Band improvisiert instrumental mit Gläsern, der Tischplatte und einem umgewandelten Shaker aus Salz- und Pfefferstreuer. Na wenn das mal nicht preisverdächtig ist 😉

29.12.17
Am nächsten Morgen gönnen sich alle eine warme, wohltuende Dusche. Jimmy persönlich reicht das nicht – er genießt den Luxus der Badewanne. Rockstar müsste man sein…

Als wir den Gasthof verlassen, begrüßt uns jede Menge Neuschnee und lässt uns staunen. Diesen Winter hatten wir ihn bisher noch nicht wirklich genießen können. Deshalb ist es völlig offensichtlich, dass sich die Jungs im Schnee gegenseitig einseifen und herumalbern. Total normal 😉

Foto: Ina Sieg

Dreieinhalb Stunden später kommen wir im Eventlokal „Sternsaal“ in Bern (Bümpliz) munter an. Wir sind völlig fasziniert von der tollen Venue und beginnen voller Vorfreude mit dem Ausladen und Aufbauen des Bühnenequipments. Der stets top durchorganisierte Booker und Manager der Schweiz-Konzerte Urs Blindenbacher ist ebenfalls vor Ort und gibt erste Instruktionen. Ich schaue mir alles genaustens an, mache hier und da ein paar Fotos und helfe mit, wo ich gerade gebraucht werde. Mir fällt auf, dass jeder seine bestimmte Aufgabe hat und genau weiß, was zu tun ist. In einer Band ist es wichtig, dass die Aufgaben klar definiert und verteilt sind, denn ohne Organisation funktioniert nichts und dauert nur unnötig lange.

Foto: Ina Sieg

Während des Soundchecks trifft die Schweizer Support-Band Black Diamonds in der Konzertlocation ein. Ich unterhalte mich eine Weile mit ihnen über ihre vergangene Tour mit der schwedischen Hardrock-Größe H.E.A.T., als uns plötzlich der Veranstalter unterbricht, um wichtige Dinge mit der Band abzuklären. Ich schnappe die Worte: „Lieber Essen als Soundcheck“ auf und muss darüber schmunzeln. Jeder setzt seine Prioritäten anders 😉
Nach kurzer Zeit ist es dann soweit: Die Black Diamonds eröffnen den Abend mit einer soliden Glamrock-Show, die definitiv von ihren Idolen der 80er Jahre inspiriert ist. Als Bühnenkulisse präsentiert sich ein großes Backdrop mit dem Bandlogo drauf – ganz im Stil von Van Halen und Bonfire. Die junge Band ist sehr motiviert und hat großen Spaß auf der Bühne zu stehen. Obwohl sich nicht mal 100 Gäste im großen Theatersaal eingefunden haben, geben die Jungs alles und erwähnen des öfteren, wie viel Spaß sie haben. Mit ihrem Ohrwurm „Vampires Of The Night“ verlasse ich den Saal und gehe in Richtung Backstage, um auch hier weitere Eindrücke zu erhaschen. Ich treffe auf die Band von Jimmy. Hier sitzen Eda, Olli und Leo völlig tiefenentspannt und warten, dass Black Diamonds von der Bühne kommen und sie mit dem Umbau beginnen können. Jimmy singt sich professionell ein.

Foto: Ina Sieg

Eine knappe halbe Stunde später wird es wieder ruhig im Saal. Das Schweizer Urgestein Housi Wittlin betritt die Bühne und gibt einen Song zum Besten, um dann Jimmy Gee und Band würdig anzusagen.
Die Jungs um Frontmann Jimmy sind bereit und stehen kurz vor ihrem Auftritt eng beieinander. Sie halten die Hände zusammen in die Mitte, Jimmy fragt: „Wie macht das Schaf?“ und alle rufen im Chor: „MÄÄÄÄÄH!“ 😀 Bandrituale sind einfach das Beste!!!
Dann ertönt das Intro und die Musiker betreten mit aufgesetzten Sonnenbrillen die Bühne. Schon beim Opener „My Toy“ geben die vier Rockmusiker alles. Neben Coversongs, wie „Wild Thing“, „Hallelujah“ und „Always“, präsentiert die Band ihre eigenen Klassiker. Die Schweizer Fans rocken zu „Enjoy Your Life“ & Co ordentlich ab und singen textsicher mit. Nicht nur ich bin beeindruckt: Neben mir sagt eine Frau begeistert: „Wahnsinn! Wahnsinn!“. Ich wechsle mehrmals meinen Stehplatz und sehe überall nur glückliche Gesichter. Sogar der Security-Mann am Einlass wippt zufrieden im Takt mit und verrät mir, dass es ihm gefällt, obwohl er die Show nur gedämpft hört und nichts davon sieht. Währenddessen ist Leo mit seinem Drumsolo an der Reihe. Das Publikum filmt wie verrückt und feiert den Profimusiker. Ich bin immer wieder aufs Neue von diesem unglaublich schicken Schlagzeug fasziniert. Das „Silver Sparkle“ Ludwig-Set glänzt im Bühnenlicht und ist somit ein absoluter Hingucker. Es liefert einen tollen Kontrast zu den dunkel gekleideten Musikern und setzt einen perfekten Glam-Akzent des 80er-Rocks. Mit „You Will See The Light“ rückt Jimmy wieder in den Mittelpunkt. Sein Kopftuch, sein Frack und seine Hose trägt er in schwarz, passend dazu die dunkle Sonnenbrille. Die Fans verfolgen die flinken Finger des Saitenhexers und rocken am Ende so sehr, dass in den ersten Reihen sogar mehrere Gläser zu Bruch gehen. Nach lauten Zugabe-Rufen spielt die Band noch einige Songs und verlässt dann zufrieden die Bühne, um mit den Fans ein paar Fotos zu knipsen und Autogramme zu geben.

Foto: Ina Sieg

30.12.17
Nach einer sehr kurzen Nacht (gegen 04:00 Uhr lagen wir nach dem Abbau und Hotel-Check-In-Schwierigkeiten endlich im Bett) geht es weiter nach Boswil. Hier erwartet uns eine etwas kleinere Venue („Chill Out“), die aber in der Gegend durchaus sehr bekannt ist. Während Band und Crew das Bühnenequipment ausladen und aufbauen, helfe ich Urs mit dem Catering. Er ist heute der alleinige Veranstalter und hat viel zu organisieren, denn diesmal gibt es zwei Supportbands: Haïrdrÿer und Rizon. Da sind Missverständnisse, Unstimmigkeiten und Platzmangel leider fast vorprogrammiert. Aber dennoch arrangieren sich die drei Bands miteinander und kommen zurecht.
Nach dem Soundcheck können wir endlich etwas essen, denn für uns gab es bisher nur Frühstück im Hotel. Da muss man zusehen, dass man schnell etwas vom Catering ergattert, bevor die anderen Bands alles wegfuttern 😉 Während Haïrdrÿer und Rizon beim Soundcheck sind, sitze ich mit Jimmy, Band und Crew im Backstage. Wir vertreiben uns die Zeit mit einem (Kinder-)Puzzle, der Auswertung des gestrigen Abends oder stupidem Smartphone-Gedaddel. Wer glaubt, dass es Backstage mit Koks und Nutten wild zur Sache geht, lebt in einer Fantasiewelt, denn die Realität ist eher unspektakulär… Vielleicht war Jimmy aber auch gar nicht für 10 Minuten weg, um die Toilette aufzusuchen, sondern hatte den Spaß seines Lebens mit toller Begleitung. Nobody knows 😉

Um 20:30 Uhr haben dann Haïrdrÿer ihren großen Auftritt. Ich bahne mir einen Weg durch die deutlich besser besuchte Location als gestern und sichere mir einen guten Platz vor der Bühne. Ein Keyboard-Intro ertönt und katapultiert die Zuschauer schlagartig in die Zeit des 80er Glamrocks zurück. Obwohl die fünf noch alle keine 30 Jahre alt sind, rocken sie wie die alten Hasen. Der Spirit des Glamrocks muss wohl abfärben…
Ihr Sound ist leicht, beschwingt und voller guter Laune. Es macht Spaß, den Schweizern zuzuschauen, denn ihre Spielfreude verdeutlichen die Jungs in jeder Sekunde. Auch das Publikum hat Spaß und singt bei Songs, wie „Grow Your Hair“ gerne mit. Besonders der Bon-Jovi-Hit „Runaway“ reißt das Publikum mit und stimmt prima auf den weiteren Abend ein. Der Frontmann Dave ist ein echtes Energiebündel und springt oft ins Publikum, singt von dort aus und manchmal sogar mit den Fans zusammen. Es ist deutlich zu merken, dass sie ihre Fans im Schlepptau haben. Bei „Backstage Pass“ dreht Dave völlig durch und geht die Treppe in den VIP-Bereich rauf, um von dort zu rocken. Auch Gitarrist Marco will das Publikum um sich herum haben und geht beim letzten Song von der Bühne zu den Fans nach unten. Nach einer viel zu kurzen Spielzeit summe ich die eingängige Melodie von „Misses Whiskey“ vor mich hin, während ich in den Backstage-Bereich schlendere. Auf dem Weg dorthin sehe ich die Jungs von Haïrdrÿer mit vielen Fans quatschen und Fotos machen.

Foto: Ina Sieg

21:40 Uhr betreten Rizon mit „If You Rule The World“ die Bühne. Ein wunderschönes, kraftvolles Duett von Matt und Rahel. Neben den beiden Sängern stehen fünf weitere Musiker auf der Bühne: Reto (Gitarre), Chris (Gitarre), Marco (Keyboard), Maik (Bass) und Tom (Schlagzeug). Das sind viele Musiker, die sich eine kleine Bühne teilen müssen und doch das Beste daraus machen! Ihr Melodic Rock/ Metal funktioniert live unheimlich gut und macht ordentlich Stimmung. Spätestens beim Iron-Maiden-Klassiker „Run To The Hills“ ziehen sie das Publikum in ihren Bann. Noch dröhnender ist die Sirene des Megaphons beim nächsten Song „Feel The Heat“. Genauso laut ist „Rocking In A Free World“, bei dem Haïrdrÿer gelobt und Dave als Gastsänger auf die Bühne geholt wird. Ein würdiger Support für Jimmy Gee, der Backstage schon ungeduldig wartet.

Foto: Ina Sieg

Ein paar Minuten später schallt Musik von Jon Bon Jovi aus den Lautsprechern und stimmt das Publikum perfekt auf den Headliner des Abends ein. Doch bevor Jimmy Gee sein Bestes gibt, betritt Urs Blindenbacher die Bühne. Er bedankt sich als Veranstalter bei allen Sponsoren – ganz besonders bei Chris Suhr, der mit einer Spende in Höhe von 300 € die Veranstaltung möglich gemacht hat. Als Dankeschön erhält er ein selbst angefertigtes T-Shirt von Urs.

Und dann ist es endlich soweit. Kurz nach 23:00 Uhr stehen die drei Mannen um Rockvirtuose Jimmy Gee auf der Bühne der „1 Old Year Rock Bash“-Veranstaltung. Jimmy ist zwar ein bisschen angeschlagen, lässt es sich aber nicht großartig anmerken. Einzigallein die Setlist ist im Vergleich zur Show in Bern etwas abgewandelt, aber das fällt wohl nur mir auf. Im Allgemeinen ist die Setlist sehr gut gewählt. Sie beinhaltet aus allen drei Alben die schönsten Songs und bietet somit allen Fans eine solide Grundlage mitzusingen. Und das tun sie auch. Der Fanclub ist lautstark zu hören und will mehr. Bei meinem Lieblingslied „Arabian Girl“, das so schön groovt, beobachte ich Leo. Es macht Spaß, ihm beim Spielen zuzusehen. Er hat, wenn er Schlagzeug spielt, die meiste Zeit die Augen geschlossen und spielt mit echter Leidenschaft. Das färbt ab und zaubert mir ein Lächeln auf die Lippen. Dann bin ich ganz besonders stolz, ihn meinen Bruder nennen zu dürfen! Bei dem Song tänzelte er förmlich mit den Sticks auf den Becken umher.
Während ich die Bühnenperspektive wechsle, fällt mir auf, dass beide Supportbands im Publikum stehen und dem Headliner Respekt zollen. Ein toller Anblick!
Ein paar Songs später bewundere ich Eda, denn er übernimmt diesmal den Gesangspart von „Honky Tonk Woman“ (Rolling Stones) und fasziniert mich mit seiner einzigartigen Stimme, sodass ich eine intensive Gänsehaut bekomme.
Ein Blick auf die Uhr verrät mir, dass es für die Jungs eigentlich schon längst Zeit wäre, die Bühne wieder zu verlassen, aber Jimmy spielt einfach weiter. Er hat so eine große Freude daran, bedingungslos zu rocken, dass er eine halbe Stunde dranhängt und den Fans ein unvergessliches Konzert ermöglicht. Dieser extrovertierte Gitarrenvirtuose ist in meinen Augen und Ohren ein echtes Ausnahmetalent!
Einer der letzten Songs ist der bei den Fans sehr beliebte Deep Purple Hit „Smoke On The Water“. Hier haut Olli so richtig in die Saiten und groovt, was das Zeug hält. Ein grandioses Show-Ende!

Foto: Ina Sieg

Nach dem Konzert boomt der Merch-Stand und das nicht nur, weil der Meister persönlich dort steht und Autogramme gibt. Die Leute kaufen CDs und T-Shirts und loben die tolle Veranstaltung.
Die restliche Band, sowie die Crew, beschäftigen sich mit dem Abbau. Doch so viel Equipment und Technik brauchen ihre Zeit, sodass alles erst fertig ist, als schon längst alle Gäste die Location verlassen haben. Was für ein anstrengender, aber doch unheimlich schöner Abend! Doch ein kleines Highlight wartet noch auf mich: Jimmy bittet mich, kurz mit in den Backstage zu kommen und ihm einen Gefallen zu tun… Nein, jetzt kommt nicht das, was ihr jetzt denkt 😉 Ich habe die ehrenvolle Aufgabe, dem Rockstar die Cowboystiefel aus echtem Schlangenleder auszuziehen. Und wer mich und mein Online-Rock-Magazin kennt, weiß, dass ich das liebend gerne tue 😛 ♥

31.12.17
Am nächsten Morgen sind wir alle wieder sehr müde. Jimmy, Leo und ich waren die Nacht über  bei der Familie von Urs untergebracht und fahren nach dem Frühstück zum Rest der Truppe. Als wir bei den Anderen aufschlagen, genießen sie gerade das üppige Frühstück im „Bands and Breakfast“ – einem privaten Projekt von Steffi und Mike Eichert. Das Ehepaar bietet kleineren Bands, die in und um Zürich Konzerte geben, eine kostenlose Möglichkeit für Schlafplätze und Frühstück. Ganz getreu dem Motto „von der Szene – für die Szene“. Die beiden sind von Herzlichkeit und Gastfreundschaft nicht zu übertreffen, sodass sich unsere kleine Mannschaft dort sehr wohlfühlt. Kurze Zeit später ist es dann leider soweit, Abschied zu nehmen. Olli, Leo und ich werden von Mike zum Flughafen gebracht. Hier treffen wir uns noch auf einen Kaffee mit einem Jimmy Gee Fan. Die hübsche Milène bedankt sich für das tolle Konzert und versüßt uns den Nachmittag. Wir verabschieden uns und dürfen nun das Privileg genießen, relativ schnell zu Hause zu sein. Die Anderen müssen die lange Heimreise mit dem Bandbus auf sich nehmen. Dennoch sind wir alle noch vor 00:00 Uhr wieder im trauten Heim und können mit unseren Familien und Liebsten die Silvesternacht feiern. Ein gelungener Abschluss für ein unvergessliches Erlebnis!

Ich bin stolz, ein Teil dieser kurzen, aber schönen Reise gewesen zu sein und mal hinter die Kulissen einer Rockband geschaut haben zu dürfen.

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