23.05.14 Hardbone

Hamburg , Knust

„BONEHARD“ heißt die brandneue Scheibe von der fünfköpfigen Rock ’n‘ Roll Kapelle HARDBONE. Anlässlich der Record Release Party waren wir für euch beim Konzert im Hamburger Knust, haben ordentlich abgerockt, die Jungs mit viel Bier zelebriert und Sänger Tim für ein Interview entführt.

NBNL: Für alle, die euch noch nicht kennen, stell deine Band doch bitte einmal vor.

Tim: Wir sind Hardbone und wir spielen Rogg ’n‘ Roll… und das ist auch gut so. Das ist keine Raketenwissenschaft, das ist Old School, auf die Fresse Rock ’n‘ Roll  ̶  so wie es sein soll!

NBNL: Wie fandest du den Abend bzw. euren Gig?

Tim: War echt scheiße! Hat keinen Spaß gemacht. Vorband war scheiße, Publikum war scheiße… Nee, nee! War voll geil, hat echt richtig Spaß gemacht! Wir machen das ja nicht so oft, dass wir in unserer Heimatstadt spielen, weil man es einfach nicht übertreiben darf. Wir könnten ja jede Woche ein Mal irgendwo hier spielen, aber dann kommen die Leute ja nicht mehr. Deswegen versuchen wir das „so selten wie möglich“ zu machen. Das führt dann dazu, dass das Konzert gut besucht ist und das macht natürlich Spaß! Wenn du aus Hamburg kommst und in Hamburg spielst, dann sind Minimum 50% dein Leute, Kumpels, Freunde, Bekannte und diejenigen, die jedes zweite Mal zum Hardbone-Konzert kommen und die Texte kennen und mitschreien. Das ist schon eine andere Hausnummer, als wenn du das erste Mal irgendwo im Pott, in Hagen in einem Jugendzentrum ’ne Show vor 20 Hipstern spielst oder so. Das macht auch Spaß, aber das ist in Hamburg schon eine andere Geschichte. War schon richtig geil heute!

NBNL: Wie verbringst du den Rest des Abends? Feierst du noch?

Tim: Joa, ich betrink mich jetzt noch, dann fahren wir nach Hause und da betrinken wir uns noch weiter… so lange, bis nichts mehr da ist. Dauert aber zum Glück noch ein bisschen 😉 Ihr könnt gerne noch mitkommen, wenn ihr nicht fahren müsst.

NBNL: Jeder hat seine Idole. Mit welcher berühmten Person würdest du gerne einen Tag zusammen verbringen?

Tim: Auf jeden Fall mit Brian Johnson von ACDC, weil das so ziemlich der geilste Macker auf der Welt ist. Der macht noch ein paar Jahre  ̶  er ist ja fitter als wir alle zusammen. Egal, was man sich reinzieht von ACDC, gerade die Livevideos, ist schon eine Inspiration wie lange er das durchhält und wie unglaublich lustig der Typ einfach ist. Das kann man schon als Idol bezeichnen. Das ist ein top Typ! Mit dem würde ich gerne mal in ’ne Kneipe gehen, das wäre bestimmt super lustig.

NBNL: Ihr habt eine große Vielzahl an weiblichen Fans, …

Tim: Ach, ist das so? Na dann haben wir ja so langsam alles richtig gemacht! Als wir angefangen haben zu spielen, waren da immer nur irgendwelche langhaarigen 55-jährigen Biker-Schnallen… die sind nicht so unser Typ. Je länger wir das durchziehen, desto jünger werden die Mädels – das ist schon ganz gut!

NBNL: In den ersten Reihen auf jeden Fall!

Tim: Ja das stimmt, das hat auch Spaß gemacht.

NBNL: Da standen wir ja auch 😉

Tim: Ja ihr sowieso… Ich mein, ihr wart ja quasi der Augenstern für uns alle! Hahaha, deswegen nennt man uns auch die charmanteste Band von ganz Norddeutschland.

NBNL: Was ist dein erster Gedanke am Morgen?

Tim: Scheiße! Nicht schon wieder, hahaha! Wenn morgens überhaupt gedacht wird, dann ist das nicht positiv. Sollten wir nicht drüber sprechen. Morgen ist zum Glück Samstag, dann steh ich auf, dann geh ich schiffen, dann leg ich mich wieder hin und dann schlaf ich weiter. Und dann bestellen wir uns ’ne Pizza. Das wird super!

NBNL: Jetzt ist euer neues Album BONEHARD draußen. Gibt es Veränderungen zu den Alben davor?

Tim: Es ist besser. Nee die anderen beiden Alben waren so… das ist eher so eine Momentaufnahme von dem Können und dem Status, den man in dem Moment hat. Man entwickelt sich ja weiter. Man fängt an und will geile, heftige Rock ’n‘ Roll Songs spielen und dann fängt man an was zu schreiben und das ist irgendwie ganz cool. Wenn man dann alles richtig macht und viel spielt, wird man technisch besser und entdeckt, dass man auch andere Sachen machen kann und entwickelt sich weiter. Vom ersten zum zweiten Album war das schon so, dass die Songs ein bisschen ausgefeilter geworden sind. Man hat ein eleganteres Songwriting drin erkannt und die Songs waren ein bisschen straighter und ein bisschen mehr auf die Fresse. Und mit dem dritten Album jetzt haben wir uns noch ein bisschen weiterentwickelt und haben mehr Finesse reingebracht, was Romantisches für die Hüfte, dass man auch mal ein bisschen schmusen kann… zur Not 😉

NBNL: Hat ein Song eine ganz besondere Bedeutung für euch?

Tim: Das ist glaube ich bei jedem anders. Bei mir ist es „A girl like you“. Bei dem Song habe ich im Studio gestanden, bestimmt fünf Stunden lang und immer wieder sagte der Produzent „Ja mach mal nochmal so und mach nochmal so“, bis ich schon die Zettel und die Flaschen an die Wand geschmissen hab, weil ich keinen Bock mehr hatte… Das war eigentlich mein Hass-Kandidat und er hat sich, jetzt wo wir angefangen haben die Songs live zu proben und zu spielen, für mich um 180° gedreht. Auf einmal macht der Spaß! Aber die Entstehungsgeschichte war der Horror. Der erste Song, den ich eingesungen habe und dachte „Alter, jetzt geht’s los!“ Und dann bist du zwei Wochen lang im Studio, hörst den anderen Kapeiken zu, wie sie da irgendwas reindaddeln und denkst „geil, Alter! Jetzt bist du drin, jetzt kannst du loslegen“ und dann stehst du da, singst die Strophe und dann kommt „Ahh, kannst du in der ersten Zeile nochmal…“ und „Mach doch nochmal das Ende ein bisschen höher“ und ich denk nur „Lass mich doch in Ruhe mit deiner Scheiße“. Das hat fünf Stunden gedauert! Aber es hat ja zum Glück geklappt. Zur Not könnt ihr ja einen weiter schalten, haha!

NBNL: Ihr seid zusammen eine ganz lustige Truppe. Erzähl doch mal eine witzige Story!

Tim: Ich finde, wir sind auch alleine ganz lustig! Ja… es gibt tatsächlich ganz viele Geschichten. Die einzige, die mir sofort einfällt, ist, wo wir mal in Reddelich gespielt haben. Da waren keine Leute im Publikum, sondern nur die Vorband, die Techniker und zwei Leute, die irgendwie zufällig vorbeigekommen sind. Das heißt, es war so wie ’ne Probe mit Gage. Also haben wir uns einfach danach volllaufen lassen und sind zurückgefahren. Irgendwann sagte unser Gitarrist Basti zum Fahrer „Halt mal an, ich muss mal kotzen“. Dann haben wir an der Autobahn angehalten. Wir saßen auf so einer 3er-Rücksitzbank: Tommy links, ich in der Mitte und Basti rechts. Basti hat die Schiebetür aufgemacht, ist rausgegangen, hat sich an den Straßenrand gestellt und wollte da kotzen. Das Problem: da war ein Straßengraben. Wir saßen im Auto und haben nur in Zeitlupe gesehen, wie er WUMMS runtergefallen ist, aus dem Sichtfeld weg. Und wir abgeschnallt und raus! Wir wussten ja nicht, ob da Wasser ist oder so… er hätte ja ersaufen können! Er ist dann auf die Schnauze gefallen und wir haben ihn dann wieder hochgenommen und zum Auto gezerrt. Basti nur so: „Jungs, was ist los? Gibt mir Information!“  ̶  „Alter, Basti! Information ist folgendermaßen: Du hast gerade gekotzt, bist kopfüber über in einen Bach gefallen und hast dir auf die Hose gereiert“. Und dann war wieder alles gut und wir sind nach Hause gefahren. Wir kümmern uns schon um einander. Wir haben uns ja lieb!

NBNL: Passend zum Namen unseres Onlinemagazins haben wir beobachtet, dass ihr fast alle Stiefel tragt. Haben deine eine besondere Bedeutung für dich?

Tim: Die sind einfach geil. Das ist einfach ein geiles Gefühl! Die sind auch gemütlich und sehen halt einfach pornoletti aus. Man fällt halt auf! Die passen einfach zu uns. Stell dir mal vor, wie wir aussehen würden, wenn wir Sneakers tragen würden…

NBNL: Was möchtest du den Lesern gerne noch mitteilen?

Tim: Dass sie gefälligst so viele CDs und T-shirts kaufen sollen, dass ich nicht mehr zur Arbeit gehen muss! Das nervt mich! Ich würde viel lieber Rockstar sein. Aber eigentlich ist es nur wichtig, dass sie immer kommen und für die Tickets bezahlen. Ich lade mir ja auch CDs im Internet runter, insofern kann ich das ja auch nicht von den anderen erwarten, dass sie jetzt die CDs kaufen oder so, aber wäre schon cool. Kauft einfach unsere CDs! Die anderen könnt ihr euch runterladen, aber unsere kauft mal. Dann kommt ihr zu unseren Shows, habt eine gute Zeit, erzählt es rum und dann funktioniert das… und dann muss ich vielleicht nur noch drei Tage die Woche arbeiten 😉

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