HARDBONE – NO FRILLS

Album:           No Frills
Label:             Remedy Records / Rude Records
Stil:                 Rock ‘n‘ Roll
V.Ö.:               08.05.2020

Tracklist:
01 Bang Goes the Money
02 Off the Beaten Track
03 Too Hot
04 A Man in His Prime
05 Breaking the Chains
06 To Hell
07 Holy Water
08 Less Talk, Less Bull
09 Boys’ Night Out
10 Back in the Day
11 Beastlike
12 I‘m Talking to You

Was hat ein HARDBONE-Song eigentlich mit einem guten Drink gemeinsam? Rauchige Note, die schon nach den ersten Sekunden ein prickelndes Erlebnis hervorruft, in der Mitte leicht süßlich und im Abgang ordentlich würzig. Der Drink hinterlässt schon nach dem ersten Schluck einen bleibenden Eindruck, zaubert dir ein breites Grinsen ins Gesicht und schmeckt nach mehr. Genau so ist es auch mit einem guten Song. Mit „No Frills“ haben HARDBONE nicht nur einen dieser guten Songs geschrieben, sondern gleich zwölf! Bevor du weiterliest, empfehle ich wärmstens ein alkoholisches Getränk deiner Wahl zu dir zu nehmen. So genießt man HARDBONE am besten – Rock ‘n‘ Roll halt! 😉

Die fünfköpfige Rockband aus der Hansestadt Hamburg hat den Rock ‘n‘ Roll schon viele Jahre im Blut und veröffentlichte bislang vier spektakuläre Alben, die sich immer nochmal um eine Nuance steigerten. HARDBONE-Fans konnten sich bisher alle zwei Jahre auf ein neues Album freuen. Mit „No Frills“ bringen die Rocker erst nach vier langen Jahren endlich wieder neues Material an den Start, versprechen damit aber nicht zu viel. Das Warten hat sich gelohnt! Aufgenommen wurde das Album erstmals in den Chameleon-Studios Hamburg in Zusammenarbeit mit Produzent Eike Freese.

Bereits auf dem Jahresabschlusskonzert am 14.12. vergangenen Jahres, präsentierte die Band voller Stolz den neuen Song „Bang Goes The Money“ zum ersten Mal dem Publikum und erntete dafür jubelnden Applaus. Als Opener für das fünfte Studioalbum ist dieser Song perfekt gewählt, weil er sofort los rockt und genau zeigt, was man erwarten kann. In der vergangenen Woche wurde dieser Song dann digital überall als erste Single des neuen Albums veröffentlicht und bekommt bisher durchweg positives Feedback.

Wer bei „Bang Goes The Money“ noch nicht mit den Füßen wippt, tut dies spätestens beim zweiten Song des Albums „Off The Beaten Track“. Hier wird man sofort mitgerissen und von der Bad-Ass-Attitude angesteckt. Man kann den ausgestreckten Mittelfinger hier förmlich raushören, denn dieser Song richtet sich an alle Kritiker, die die Band als billige Kopie der Rockgrößen ansehen. Das lassen HARDBONE nicht auf sich sitzen.

Als nächstes kann man wunderbar zu „Too Hot“ grooven. Dieser Song animiert zum Tanzen und versprüht ein Gefühl von Leichtigkeit. Shake it, baby!

Der nächste Song „A Man In His Prime“ überzeugt mit einer eingängigen Melodie und hat durchaus Ohrwurmpotential. Textlich bezieht sich der Song auf Männer in ihren besten Jahren, die dem Älterwerden mit einem Augenzwinkern entgegentreten und immer noch bellen und beißen können.

Mit dem energievollen Motivationssong „Breaking The Chains“ wird ein Rock ‘n‘ Roll-Motto verkörpert: Mach das, worauf du Bock hast und lass dir nicht von anderen reinreden. Zieh einfach durch, so wie es HARDBONE tun.

„To Hell“ kommt wieder groovend daher und lässt den Zuhörer einfach treiben. Die Stimme von Sänger Tim Dammann ist bei diesem Song besonders tief und dreckig. That’s Rock ‘n‘ Roll!

„Holy Water“ spricht allen Whiskey-Liebhabern aus der Seele und überzeugt mit dem typischen HARDBONE-Sound. Während ich diese Zeilen hier schreibe, steht übrigens auch ein eisgekühltes Glas mit der heiligen Flüssigkeit neben mir. Cheers! 😉

„Less Talk, Less Bull“ geht gut nach vorne los und holt den Zuhörer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Der Song richtet sich an all die Dummschwätzer da draußen. Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten.

Mit „Boys Night Out“ wird es etwas ruhiger und grooviger. Die eingängige Melodie geht sofort ins Ohr, man kann schon nach einem kurzen Moment mitsingen und wird mitgerissen.

„Back In The Days“ richtet sich an die veränderte Radiomusik und will darauf besinnen, wie sie eigentlich klingen sollte. Authentisch und schnörkellos. „Back In The Days“ ist frisch und einfach – der perfekte Sommersong zum Cruisen auf der Straße.

Den Song „Beastlike“ bezeichnen HARDBONE selbst als „Riffosaurus“, was ziemlich passend ist. Rhythmisch und dynamisch. Vielmehr muss hier gar nicht gesagt werden.

„I’m Talking To You“ ist der krönende Abschluss, der erst schleichend, leicht groovend beginnt und dann immer intensiver wird, um am Ende nochmal alles aus dem Zuhörer heraus zu kitzeln und kräftig abzurocken!

Fazit:
Dieses Album solltet ihr besser nicht an einem faulen Sonntag auf der Couch hören, denn es löst den Drang aus, sich bewegen zu wollen. Die Füße zappeln, der Kopf wippt im Takt, die Mähne schwingt mit – „No Frills“ wirkt elektrisierend und darf sich das Motto „Sex, Groove & Rock ’n’ Roll“ auf die Fahne schreiben. Rock ‘n‘ Roll ist ein Lebensgefühl, welches HARDBONE nicht nur voll und ganz verkörpern, sondern wieder einmal vertont haben. Die fünf Hamburger Jungs machen keine halben Sachen. „No Frills“ eben – kein Schnickschnack!

Markiert euch den 8. Mai 2020 schon mal rot im Kalender, oder bestellt euch das Album direkt vor:
https://www.emp.de/search?q=hardbone