12.02.14 STEEL PANTHER

Hamburg, Große Freiheit 36

  • Sleekstain
  • Steel Panther

19.45 Uhr – vor der „Großen Freiheit 36“ steht schon eine laaaaange Schlange, die bis zum Ende der Straße reicht. Einige Fans haben sich mit ihrem Aussehen viel Mühe gemacht und sich mit Perücken, Bandanas, engen Spandex-Hosen und Cowboystiefeln regelrecht herausgeputzt. Ein bunter Haufen, der die Blicke der vorbeigehenden Leute auf sich zieht. Dieses ist nicht unser erstes Steel Panther Konzert, also kommen wir mit gewissen Erwartungen und Ansprüchen nach Hamburg.
Kurze Zeit später öffnen sich die Türen und der Einlass kann beginnen.

Die Vorfreude der Glam-Funmetal-Fans ist groß, aber bevor die monströse Show voller Sex, Drugs & Rock ’n‘ Roll losgehen kann, muss dem Publikum erst noch ordentlich eingeheizt werden. Also: Vorhang auf für Sleekstain. Wenn ihr denkt, dass Frankreich nur aus Baguette-Fressern, Weingenießern und guterzogenen Gentlemen besteht, dann beweisen euch diese 4 Jungs das komplette Gegenteil. Eindrucksvoller Gesang, harte Riffs und ein cooles Auftreten … Es ist wirklich schwer bei dieser Musik die Füße still zu halten. Das Publikum ist wahrhaft aus dem Häuschen und schenkt der Band den Applaus, den sich sie mehr als verdient hat. Sleekstain haben die Zuschauer hart in Grund und Boden gerockt und ich bin mir ziemlich sicher, dass wir in Zukunft noch viel von ihnen hören werden.

Das Licht wird immer dunkler und gespannt warten die „Fanthers“ auf den Hauptact des Abends. Mit dem Opener „Eyes Of A Panther“ springen Steel Panther auf die Bühne und das Publikum ist nicht mehr zu bremsen. Jetzt geht’s richtig los! Becher fliegen durch die Luft, es wird gedrängelt, geschubst, geschrien und bei dem einen oder anderen eine Vielzahl an Haaren herausgerissen. Autsch! Ein wirklich unentspanntes Konzertfeeling in den vorderen Reihen. Die darauffolgenden Songs „Tomorrow Night“, „Asian Hooker“ und „Just Like Tiger Woods“ sind Standard im Steel Panther-Programm. Aber die Musik allein ist nicht alles, weshalb die Fans sich auf den Weg zu diesem Konzert machen. Lustige Sprüche wie „Das dümmste Bandmitglied wird immer an dem Bass erkannt.“ Armer Lexxi 😉 oder „Ihr seid das beste Publikum aller Zeiten!“ – „Das sagst du doch jeden Abend…“ sind besondere Highlights, die das Publikum geboten bekommt. Jedoch glänzen die Jungs hier weniger mit Kreativität, sondern eher mit Faulheit und Demotivation, sich für die neue Tour auch neue Sprüche und Knüller einfallen zu lassen. Bei einem Konzert wie diesem hat vor allem aber das männliche Publikum seinen Spaß. Für die, die es nicht wissen: Steel Panther Shows sind dafür bekannt, dass man eine Vielzahl an Brüsten zu sehen bekommt. Für den nächsten Song auf der Setlist wurde schon im Voraus viel Werbung gemacht. „Party Like Tomorrow Is The End Of The World“ ist ein Track des neuen Albums “All You Can Eat”, welches am 28.03.2014 erschienen ist. Nach Satchels unterhaltsamen Gitarrensolo, geht es weiter mit “Turn Out The Lights”. Ein typischer Gute-Laune-Song, wo schubsen und drängeln vorprogrammiert ist. Es folgen zwei weiterer Song des neuen Albums: „Glory Hole“ und „The Burden Of Being Wonderful“, dessen Inhalt beschreibt, wie unglaublich hart es ist, schön und perfekt zu sein. „If I was born in 1453, Leonardo Da Vinci would be jealous of me”, singt Michael Starr, voller Wehmut. Nun kommt der Part des Abends, für den sich viele Frauen bis nach vorne in die erste Reihe gedrängelt haben. Michael fordert zu dem Lied „Gold Digging Whore“ eine nach der anderen auf, hoch auf die Bühne zu kommen. Und da stehen sie: 17 heiße Bräute, die tanzen und hin und wieder blank ziehen. Nur Stix, der an seine Drums gebunden ist, hat kaum etwas von der „Strip“-Show. Zwei Mädels fällt dies auf und so geben sie ihm eine Privatvorführung. Da funktioniert das Schlagzeugspielen doch gleich viel besser… Und weil es so schön war, dürfen die Ladys auch noch den nächsten Song, „It Won’t Suck Itself“, auf der Bühne mitrocken. Nun neigt sich der Abend langsam dem Ende zu. „Death To All But Metal“ ist ein würdiger offizieller Abschluss. Die Menge tobt und die 4 Glamrock-Diven geben noch einmal richtig Vollgas, bevor sie die Bühne verlassen.

Selbstverständlich hat das Publikum nach diesem Song noch keine Lust nach Hause zu gehen. Also wird nochmal so lange „Steel Panther“ gerufen und nach einer Zugabe verlangt, bis die Helden aus L.A. wieder die Bühne betreten. Damit die Menge sich beruhigt, wird erst einmal „Community Property“ angestimmt. Michael hätte einfach nur das Mikrofon ins Publikum stellen brauchen und sich einen Flotten machen können, denn die komplett ausverkaufte Halle ist textsicher und singt in einer Lautstärke, die sogar Mr. Starr beeindruckt. Auch „17 Girls in a Row“ und „Party All Day“ kommt bei der Masse gut an. An diesem Abend haben Michael, Satchel, Lexxi und Stix wieder einmal bewiesen, dass Männer mit engen Hosen, Schminke im Gesicht und gestylten Haaren richtig geil rocken können. Allerdings sollte jeder Fan im Voraus für sich selbst entscheiden, wo genau er bei einem Steel Panther Konzert stehen möchte, um eventuelle Enttäuschungen zu vermeiden. So let’s see us at the next concert!

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