14.05.14 RECKLESS LOVE

Hamburg, Logo

  • Rustinal
  • Reckless Love

Unser heutiges Abendprogramm: Logo, Hamburg. Ob das so eine gute Entscheidung ist? Diesmal treibt es uns hierher aufgrund der finnischen Glamrock Band Reckless Love.
Obwohl der Einlass erst um 20:00Uhr beginnt, sind wir schon eine Stunde vorher da, um ein paar Pre-Show Eindrücke zu gewinnen. Doch wie es scheint, ist hier nicht viel los… „Ina, ist das Konzert heute wirklich im Logo?“ – „Ich guck mal nach, ob wir uns im Termin geirrt haben … Nein, alles richtig. Heute, 21:00Uhr, Reckless Love im Logo.“ Wir sind sehr verwundert. Eigentlich hatten wir eine lange Schlange voller kreischender Oli-Fans erwartet. Jedoch kann man die Anzahl der Besucher an zwei Händen abzählen. Um uns die Zeit zu vertreiben, teilen wir der Facebookwelt mit, wo wir heute Abend anzutreffen sind. Wir fotografieren uns vor dem Club, an dem der heutige Act auf einem Schild im amerikanischen Stil zu sehen ist.
20:00Uhr, der Einlass beginnt. Das Logo ist ein kleiner, gemütlicher Club, den wir immer wieder gerne besuchen. Schnell noch ein Bierchen geholt und ab nach vorne. Da die Bühne sehr niedrig ist und diesmal keine Wellenbrecher vorhanden sind, ermöglicht es den Gästen hautnah und fast auf Augenhöhe mit den Musikern zu stehen.
Die Frage nach dem Namen des Supports hat sich mittlerweile erübrigt. Auf der Bühne ist ein großes Transparent aufgestellt: Rustinal. Noch nie gehört… Gott sei Dank macht es uns die heutige Technik möglich, den Namen zu googeln. „Rustinal ist eine in 2011 gegründete Hardrock Band.“ – „Hardrock klingt schon mal vielversprechend!“
Der Club füllt sich zwar nur spärlich, aber er füllt sich. Die Zeit vergeht nur langsam, dennoch steigt das Interesse von Sekunde zu Sekunde immer mehr.

Das Licht geht aus und Rustinal betreten die Bühne. Sofort fällt uns die beleuchtete Bassdrum auf. Aber auch das Aussehen der Band bleibt nicht lange unbeachtet. „Das sieht mehr nach Glam aus!“ – „Stark, passt doch zu Reckless Love“. Die 4 Jungs aus München beginnen mit dem Opener „24 Hours“, aber das Publikum scheint noch nicht ganz wach zu sein. Innerhalb der nächsten Songs wird das Publikum aktiver und motivierter. Mit witzigen Sprüchen, wie „Freut ihr euch auf die Rücksichtslose Liebe und die sonnengebräunten Waschbrettbäuche?“, schaffen sie es, dass auch der letzte im Raum überzeugt ist. Das Feuer in ihren Augen lässt die Jungs wie große Rockstars aussehen. Und so heißt auch ihr vierter Song, bei dem wir alle ordentlich abgehen. Eine gute Figur auf der Bühne ist für das Rock-Quartett eine ihrer leichtesten Übungen. Das Spielen mit der Kamera und die typischen Glam-Posen machen einen professionellen Eindruck. Diese Band ist ein eingespieltes Team! Das merken wir auch beim letzten Song „Library“. Mit insgesamt 7 Songs haben es Rustinal geschafft, das Publikum in ihren Bann zu ziehen.
Doch Zeit ist Geld! Die Crew hetzt über die Bühne, da das Change Over sehr schnell von statten gehen muss. Alina nutzt die Zeit, um am Merch auf die Jungs zu warten und um ein kleines Interview zu bitten.
Nun wird uns kräftig eingeheizt: aus den Boxen dröhnt der Def Leppard Hit „Pour Some Sugar On Me“ und das Logo gröhlt mit.

Erneut gehen die Lichter aus und „The Boys Are Back In Town“ (Thin Lizzy) ertönt. Ziemlich unspektakulär versammeln sich Reckless Love auf der Bühne. Nur einer lässt noch auf sich warten… „I Love Heavy Metal“ wird angespielt und nun gibt uns auch Sunnyboy Oli Herman die Ehre. Passend dazu natürlich mit fetter Sonnenbrille. Sofort geht das wilde Gekreische der weiblichen Zuschauer los. Ein Blick nach links, ein Blick nach rechts – hier sind also die ganzen anhimmelnden Oli-Fans geblieben. Welcome to the front row!
Nach dem ersten Song gibt Mr. Herman seine Deutschkenntnisse zum Besten: „Hamburg, was geht? Guten Abend“. Auffällig ist der super Sound seit der ersten Minute.
„Germany needs more Reckless Love! The radio needs more Reckless Love! And here’s our next song: On The Radio!“ Die Leute sind aus dem Häuschen und singen kräftig mit. So ein textsicheres Publikum ist Gold wert. „The crowd is fucking awesome“, findet auch Oli.
Der nächste Ohrwurm folg: „Bad Lovin'“. Die Fans sind ordentlich aufgeheizt und Oli schüttet seinen Dank aus. Wir ermöglichen es ihm, seinen Traum zu leben und deswegen der nächste Song: „Edge Of Our Dreams“.
Lobenswert ist der ausgeglichene Seitenwechsel der Bandmitglieder, denn so können die Gäste jeden Musiker einmal genauer betrachten 😉
Als nächstes wird „Back to Paradise“ angespielt und Oli präsentiert uns seinen schönsten Hüftschwung. Auch beim nächsten Song zeigt er, was er kann. Denn es ist Zeit für „Sex, Drugs & Reckless Love“. Aber nicht nur Oli kann den sexy Hüftschwung, sondern auch die gesamte erste Reihe.
Die nächsten Songs „Born to Break Your Heart“ und „Beautiful Bomb“ bieten keine Verschnaufpause. Weiter geht’s mit Klassikern wie „Romance“ und „Animal Attraction“. Ein absolutes Muss in der Setlist!
Als nächstes folgt ein Track, auf den wir alle gewartet haben: „Night On Fire“. Passend wie im Musikvideo zieht Oli sein Shirt aus. Das Gekreische ist groß, denn uns wird ein 8-Pack präsentiert. Nur eins ist anders als im Video. Die Schwarzlichtfarbe fehlt…
Im Laufe des Konzerts präsentiert sich der Front-Schönling am vorderen Bühnenrand. Alina und mir stechen sofort sein Glitzermikro und die pinken, mit Nieten besetzten Coyboystiefel auf. Hot! Genauso wie im nächsten Song. Noch lauter als vorher singt das Publikum den Hit und übertönt die finnischen Rockstars.
Nach einer kurzen Pause betritt Oli erneut die Bühne und fragt das Publikum: „Are you sure you want some more? Hamburg, give me some fucking noise!!!“ – „One More Time“ wird kräftig abgerockt.
Auch nach dem Konzert können die Fans die Präsenz der Jungs genießen. Es werden Fotos geknipst, Autogramme gegeben und Smalltalk betrieben. Sie nehmen sich Zeit für jeden Einzelnen. Das zeugt von Sympathie.

Wir kamen mit gemischten Gefühlen ins Logo und wurden positiv überrascht. Reckless Love sind live absolut sehenswert!

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