06.03.14 FREEDOM CALL

Hamburg, MarX

  • Rapid Angel
  • Victorius
  • Freedom Call

Endlich ist es wieder so weit: die Powermetaller „Freedom Call“ kommen nach Hamburg. Mit ihrem neuen Album „Beyond“ im Gepäck treten sie die neue Tour an und versprechen wie immer ihren so klassischen „Happy Metal“.

Da mir der neue Song „Union of the Strong“ so gut gefällt, gehe ich mit einem fröhlich vor mich hin trällernden Ohrwurm zur Konzertlocation, dem MarX, in der Nähe des Hamburger Hauptbahnhofs.
Wie schon erwartet, stehen nur wenig Metalheads vor der Tür und warten, bis es endlich reingeht, was wohl daran liegt, dass das Konzert unter der Woche stattfindet. Dennoch wird unsere Geduld ziemlich auf die Probe gestellt. Die Zwischentür zur Bühne geht erst kurz vor Showtime auf – also stehen wir uns gemeinsam die Beine in den Bauch. Ich beobachte einige Hardcorefans, die sich direkt vor die Tür stellen und sich bis zum Öffnen nicht von dort wegbewegen und dann plötzlich zur Bühne sprinten. Meiner Meinung ist das gar nicht nötig, da das MarX sehr klein ist und nicht viele Besucher hineinpassen. Man hat also trotz AUSVERKAUF von jedem Platz eine gute Sicht.

Gespannt bin ich auf die beiden Vorbands. Den Anfang machen Rapid Angel, ein sechser Gespann, welches sich aus den Mitgliedern der Hamburger Iron Maiden Coverband „Powerslave“ zusammensetzt. Den Jungs sieht man die Spielfreude und den Spaß auf der Bühne schon nach den ersten Sekunden an. Sänger „Alex Dickinson“ erinnert nicht nur wegen seines Namens an den Maiden Frontmann, sondern auch wegen seiner energiegeladenen Persönlichkeit. Mit seinen witzigen Zwischenansagen tritt er sehr authentisch auf und wirkt ehrlich. Auch die Band macht einen fitten und sympathischen Eindruck und heizt der kleinen Zuschauermenge ordentlich ein. Durch den Hinweis auf ihr erhältliches Album am Merchandisestand für schlappe 5€, werden sie mit tobendem Applaus von der Bühne verabschiedet.

Zeit für den nächsten Support. Die fünf Leipziger Powermetaller Victorius touren mit Freedom Call und haben ebenfalls ein neues Album („The Awakening“) im Gepäck. Der erste Eindruck ist eher an eine Schülerband angelehnt, ebenso der Sound, jedoch beweisen sie während des Auftritts das Gegenteil. Zwar ist die Band nicht ganz so fidel wie Rapid Angel, haben aber dennoch einige brauchbare und gute Songs dabei. Ich hätte es allerdings schöner gefunden, wenn man die Reihenfolge der beiden Supports getauscht hätte. Nach „Victorius“ wollen wir Fans einfach nur noch die Headlinerlegende rocken sehen!

Freedom Call machen kein sichtliches Geheimnis daraus, sich zu zeigen. Schon vor dem Auftritt erspäht man sie des Öfteren im Publikum. Als dann das Licht dunkler und die Leute stiller werden, breitet sich in meinem Gesicht ein Grinsen aus. Der Anfang von „Union of the Strong“ ertönt und ich gröhle mir zusammen mit den anderen Metalheads diesen fantastischen Hit aus der Kehle. Die Stimmung ist schon jetzt auf dem Höhepunkt. Die Jungs werden ordentlich gefeiert und bejubelt. Während sich alle Frauenaugen auf den charmanten Frontmann Chris richten, klatschen die Männer mit Bassist Ilker ab. Es ist ein wahrliches Fest der Band beim Spielen zuzugucken. Voller Witz, Spaß und Mitsingaktionen rocken Freedom Call die kleine Hamburger Bühne und schmettern einen Hit nach dem anderen raus. So ist es kein Wunder, dass es im Raum immer wärmer und wärmer und wärmer wird und wir immer mehr schwitzen und schwitzen und schwitzen. Aber das ist nebensächlich und mit dem Handtuchwedeln von Ilker für die erste Reihe wird selbst die Hitze irgendwie erträglich gemacht. Mit den Klassikern „Warriors“ und „Land of the Light“ setzen die Powermetaller der ganzen Show das i-Tüpfelchen auf und sprengen den Rahmen. Der ganze Raum bebt, tobt, ist außer sich. Was für eine klasse Performance! Nach diesem Auftritt hätten Freedom Call meiner Meinung auf jeden Fall die große Markthallenbühne verdient!!!

Zu Ende ist der Abend aber noch lange nicht. Gleich nach dem Auffrischen und Bier holen, kommt die Bandmitglieder Chris und Ramy (Schlagzeuger) zum Merchandise und stellen sich für Autogramme, Fotos, Fragen und Smalltalk zur Verfügung. Leider bekommen wir Gitarrenschönling Lars nicht mehr zu Gesicht. Chris und Ramy repräsentieren jedoch die Band in vollen Zügen. Man kann richtig erkennen, wie fanfreundlich und bodenständig sie geblieben sind. Das ist heutzutage echt selten geworden…

Die Band hat nicht nur viel Zeit im Gepäck, sondern auch kostenlose Tourposter und Bandflyer. Große Klasse, so kann sich jeder Fan sein ganz persönliches Andenken an diesen wundervollen Abend mit nach Hause nehmen.

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