KISSIN‘ DYNAMITE – MEGALOMANIA

Künstler: Kissin‘ Dynamite
Album: Megalomania
Label: AFM Records
V.Ö.: 05.09.14
Spielzeit: 00:39:25min
Bewertung: 10 von 10 Punkten
Onlinekauf: Amazon
Redakteuer: Ina Infernal

Tracklist
01. DNA
02. Maniac Ball
03. VIP In Hell
04. Fireflies
05. Deadly
06. God In You
07. Running Free
08. Legion Of The Legendary
09. The Final Dance
10. Ticket To Paradise

Kissin‘ Dynamite sind in den letzten Jahren über den Status einer einfachen Newcomerband hinausgewachsen. Sie standen mit Größen wie Steel Panther, Mötley Crüe, Edguy und Dragonforce auf einer Bühne, spielten über 250 Shows und präsentieren nun ihr viertes Studioalbum. Bekannt sind die fünf sympathischen Schwaben für ihre energievolle und mitreißende Bühnenshow. Wer schon einmal auf einem Kissin‘ Dynamite Konzert war, weiß wovon die Rede ist.

Ist MEGALOMANIA die Antwort auf alle bisher gestellten Fragen? Verspricht das neue Album so viel wie ihr Titel  ̶  „Größenwahn“? Eins ist klar: Das Quintett ist erwachsener geworden und hat sich verändert. Optisch ist viel passiert: Weder Animalprint noch hochtoupierte Haare sind zu finden. Nichts glitzert mehr, außer den funkelnden Augen der größenwahnsinnigen Musiker. Kissin‘ Dynamite scheinen ihren Stil gefunden zu haben und der ist… anders. Auf den Pressefotos sieht man die jungen Männer im Anzug und mit Lackschuhen. Auch das simple Plattencover in schwarzem Leder mit goldener Schrift weist den Weg in eine andere Richtung. Alles scheint nun dunkler, edler, kraftvoller und moderner.

Als Opener startet der im Vorfeld als Single und Musikvideo veröffentlichte Song „DNA„. Mit den Worten “ I’m a bad, bad boy“ macht Hannes gleich am Anfang deutlich, dass seine Band das Böse-Jungen-Image keinesfalls mit dem Vorgänger-Album „Money, Sex & Power“ abgelegt hat, sondern sich auch in diesem Album wiederfindet. „DNA“ ist wohl einer der stärksten Songs und schlägt eine wunderbare Brücke von der Vergangenheit zum Hier und Jetzt. Die ersten elektronischen Elemente sind hörbar, passen aber ins Gesamtbild und spielen gut zusammen. Diesen Song genießt man am besten laut.

Eher gegenteilig bahnt Titel Nummer zwei an   ̶  „Maniac Ball„. Durch die Frage „May I ask for a dance?“ bekommt der Song gleich zu Beginn etwas Höfliches. Die Melodie ist beschwingt und sehr harmonisch. Hannes lädt zu einem Tanz ein. Auf dem Maniac Ball tauchen wir zusammen mit ihm in seine Fantasiewelt, passend zum Größenwahn.

Als nächstes folgt „VIP In Hell“  ̶  der Titel spricht für sich. Die Jungs sind eben doch keine unschuldigen Engel, sondern harte, böse Typen. Sie stellen sich vor die Anderen, heben sich von der Masse ab und sind fest davon überzeugt den VIP Zutritt der Hölle zu erlangen. Als wenn das noch nicht genug wäre, setzt Hannes noch einen drauf: „I will never get enough“  ̶  Größenwahn eben.

Und dann kommt der Schnitt. Bäm! Die Ballade, die alle Frauenherzen zum Schmelzen bringt. Leicht, beschwingt, sanft und emotional. Im Intro hat dieser Song etwas Majestätisches, Trompeten- und Paukenelemente tragen zu einem harmonischen Spiel bei. „Fireflies„, Glühwürmchen lassen die Zeit für einen Augenblick still stehen und halten den ganzen Alltagsstress für einen Moment lang an. „Hello world, this is me, on my way to far horizons“ ̶ der Größenwahn schlägt wieder zu. Hannes nimmt uns weiter mit auf seine Reise. „… and I feel there’s a brand new start tonight“   ̶  nun ist sie da, die Veränderung.

Doch die Realität holt uns schon bei „Deadly“ wieder ein. Der tiefe Bass brummt, man spürt den Herzschmerz und die fiese Liebe. Gleichzeitig ist der Titel sehr poppig, animiert zum Mitsingen und lässt auf einen Hit hoffen.

Etwas überraschend beginnt „God In You„. Elektro-Elemente treffen auf Schlagrhythmen, Hannes‘ Gesang ist tief und erinnert an einen Roboter. Der Song steigert sich immer mehr, die Stimmen in deinem Kopf werden immer lauter und lauter. Beim Refrain ist die Stimmung auf dem Höhepunkt: „Hear me, hear me […] I’m the God in you“ rufen die Stimmen  ̶  Größenwahn.

Weitermarschiert wird mit „Running Free„. Auch hier ist der Größenwahn deutlich hörbar: „I got the guts, I got the balls, I got the will“. Hannes rennt los und schreit: „you can’t catch me“, nichts und niemand kann ihn aufhalten! Aber nicht nur Hannes rennt, sondern auch die Band und auch das Publikum eilt zur Unterstützung. Durch die Backing Vocals werden wir erneut zum Mitsingen animiert, wodurch sich dieser Song als ein typischer Kissin‘ Dynamite Song charakterisiert. Er ist eingängig und energievoll, eben ein echter Gute-Laune-Song!

Still stehen bleiben die Kämpfer jedoch noch lange nicht. Mit „Legion Of The Legendary„, einem zerstörerischer Titel mit viel Tiefe und Härte, wird erneut getrumpft. „This is me, me and my legion of the legendary“  ̶  der Kampfgeist ist gestärkt. Wenn die Apokalypse naht, sind KD bereit und kommen um zu siegen.

Aber jeder große Kampf hat auch ein Ende. Die Ballade „The Final Dance“ schlägt eine wunderbare Brücke zu „Maniac Ball“ vom Anfang. Die Frage „May I only have this final dance tonight?“ zeigt, dass es wirklich nur diesen einen Weg gibt. Wieder sehr emotional und nachdenklich. „Let me fly“  ̶  KD sind Flügel gewachsen und wir lassen sie ihr Ding durchziehen.

Den Kreis schließt der letzte Song „Ticket To Paradise„. Er haut noch einmal kräftig rein. Hier wird gezeigt, was die eigentliche Mission ist: ROCKEN BIS ZUM BITTEREN ENDE! „There’s a chance to come. Don’t miss your one way ticket to paradise“, also kommt mit und überzeugt euch live von den neuen Songs, dem neuen Stil und dem neuen Lebensgefühl, dass diese Fünf mitbringen.

Alles in allem kann gesagt werden, dass „Megalomania“ eine deutliche Steigerung der letzten Jahre zeigt und sich Kissin‘ Dynamite somit eine Stufe weiter auf der Karriereleiter befinden. Den zehn neuen Songs sind musikalisch keine Grenzen gesetzt. Ob Melodic Metal oder Hard Rock, Kissin‘ Dynamite haben ihre Fanschar noch einmal erweitert. Kleiner Tipp der Redaktion: Hört euch das Album nicht nur 1x an und dreht den Lautstärkeregler voll auf 😉

Wem die einfache CD nicht reicht sollte, sichert sich noch schnell das Limited Boxset. KD haben sich mit dieser schicken Aluminium-Box nämlich etwas ganz besonderes einfallen lassen: Das Boxset enthält neben der Digipak Edition eine sehr hochwertige, gebrandete Fliegersonnenbrille (dunkle Gläser, blaue Spiegelung, goldener Rahmen) im gebrandeten Brillen-Schutzsäckchen, 5x Autogrammkarten, ein Bandfoto sowie ein Echtheitszertifikat. Es kommt noch besser: In einer der limitierten Boxen befindet sich ein „Ticket to Paradise“ mit einem Freifahrtschein in ein echtes Fanerlebnis. Na wenn das mal keine Special Edition ist!

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