CoreLeoni – The Greatest Hits Part I

Album:           The Greatest Hits Part 1
Label:              Frontiers Music Srl.
Stil:                  Hardrock
Spieldauer:    55:51Minuten
V.Ö.:                 02.03.18
Bewertung:    9 von 10
Onlinekauf:    Amazon
Redakteur:     Ina 

Tracklist:
01 Il Padrino (Intro)
02 Firedance
03 Downtown
04 Higher
05 Get It While You Can
06 In The Name
07 Let It Be
08 All I Care For
09 Walk On Water
10 Here Comes The Heat
11 Tell No Lies
12 Ride On
13 Anytime Anywhere
14 El Traidor (Bonus Track der CD-Edition)

Wenn man vom Soloprojekt „CoreLeoni“ des Gotthard Gründungsmitglieds und Gitarristen Leo Leoni spricht, ziehen verschiedene Meinungen durch die Fankreise. Die einen finden es richtig stark, was Leo auf die Beine gestellt hat und die anderen finden es furchtbar. Fakt ist aber, dass Leo Leoni den alten Songs von Gotthard Tribut zollen möchte. Er sagt selbst, dass diese Songs seine Vergangenheit sind und er sie nicht vergessen möchte, nur weil sie in der aktuellen Gotthard-Setlist auf Konzerten keinen Platz mehr finden. Ihm machen diese Songs immer noch genau so viel Spaß, wie vor 25 Jahren und deswegen will er sie wieder live spielen.

Zuhörer der „The Greatest Hits Part I“-Scheibe erwartet Musik-Nostalgie vom Feinsten!
Die derzeit erfolgreichste Schweizer Rockband Gotthard blickt auf eine lange Bandkarriere zurück – das Debütalbum wurde bereits vor 25 Jahren veröffentlicht. In dieser Zeit ist viel passiert. Nicht nur der tragische Tod des Sängers Steve Lee bleibt in Erinnerung, auch das große, über die Jahre gewachsene Songarchiv aus erstklassigen Hits, steht im Fokus. Wenn so eine erfolgreiche Band erneut auf Tour geht, muss die Setlist gut durchdacht werden. Dabei ist es selbstverständlich, dass sie beschränkt wird. Die Qual der Songauswahl fällt hier ganz besonders Gitarrist Leo Leoni sehr schwer. Er ist seit der ersten Gotthard-Stunde dabei und liebt jeden seiner Songs. Am liebsten würde er Abend für Abend alle Songs spielen, aber dafür sind es einfach zu viele. Um das Problem zu lösen, hat Leo sein eignes Soloprojekt gegründet. Mit „CoreLeoni“ will er die alten Gotthard-Songs wieder live spielen und mit den Fans ordentlich abrocken.

Neben Leo Leoni vervollständigen Hena Habegger (Schlagzeuger bei Gotthard), Igor Gianola (Gitarre, ehem. U.D.O.), Mila Merker (Bass) und Sänger Ronnie Romero (ehem. Lords of Black/ Rainbow) das Bandprojekt. Besonders Ronnie Romeo erweckt den Eindruck, stimmlich ganz nah am Steve-Lee-Original zu sein. Böse Zungen behaupten, dass er der bessere Nachfolger für Gotthard gewesen wäre, aber das möchte ich nicht unterschreiben.

Auf dem Album „The Greatest Hits Part I“ präsentieren sich zwölf Coversongs, ein Bonustrack (CD-Edition), sowie ein komplett neuer Song („Walk On Water“). Im Interview hat Leo verraten, dass es durchaus einen zweiten Album-Part geben wird, dieser soll aber ähnlich wie sein Vorgänger gestaltet sein. Leo setzt den Fokus auf die alten Gassenhauer und will das Rad nicht neu erfinden.

Fazit: Nicht nur Gotthard-Fans der ersten Stunde kommen auf ihre Kosten. Ronnie Romeo haucht den Songs neues Leben ein und Leo Leoni gibt eine ordentliche Prise Leidenschaft hinzu. „The Greatest Hits Part I“ ist ein solides Rockalbum, das man gerne an einem warmen Sommerabend bei einem kühlen Bier genießen kann.
Gut gebrüllt, Löwe!