07.03.14 MAJESTY

Berlin, K17

  • Stormwarrior
  • Wisdom
  • Majesty

„Hail, hail to Majesty“ kann es heute gar nicht oft genug heißen.
Ich bin auf dem Weg von Hamburg nach Berlin, um mir erneut eine Wahnsinnsshow von Majesty zu geben. Im K17 Club gibt es heute ein volles und vielversprechendes Metal-Programm.

Auf der aktuellen „Banners High Tour 2014“ haben sich Majesty ordentliche Verstärkung besorgt. Mit zwei starken Supports tourt die True Metal Band durch Europa.

Gespannt versammeln sich die ersten Fans vor der hohen Bühne, die für First Rower ein echter Kampf mit der Nackenstarre ist.
Den Anfang macht heute die 1998 gegründete Hamburger Band Stormwarrior. Mit einem guten Mix aus True, Power, Speed und Heavy Metal, sowie Einflüssen der Nordischen Mythologie, decken sie ein weites Feld von guter Musik ab und spielen sich somit in die Herzen der Leute. Ganz fidel und freudestrahlend rocken sie die große Bühne. Die Jungs scheinen den Metal nicht nur musikalisch ausgiebig umzusetzen, sondern auch optisch ist viel davon zu sehen: Es gibt so gut wie kein Kleidungsstück, das nicht von Nieten und Ketten besetzt ist. Die Lederjacke von Sänger Lars scheint ein wahrer Nietenpalast zu sein! Auffällig ist die Band so definitiv und ihrem eingefleischten Fanclub scheint es zu gefallen 😉

Weiter geht es mit Wisdom. Die 5 Heavy Power Metaller aus Ungarn geben ordentlich Gas. Auch hier gibt es ein durchdachtes Bühnenoutfit, sowie die ein oder andere Requisite zu sehen. Ein großer Rabe thront am Bühnenrand. Leider hat die Band mit dem Sound nicht viel Glück. Völlig übersteuert und verzerrt dröhnen aus den Lautsprechern nur schwer verständliche Töne. Der sonst so fabelhafte und mystische Gesang, ist kaum zu hören und wird vom tiefen Bass übertönt. Spielerisch versucht Sänger Gábor alles in den Griff zu bekommen und schafft tatsächlich eine Verbesserung. Er kommt sogar ins Publikum und lässt sich während des Auftritts mit den Fans fotografieren.

Mit guter Laune und Lust auf mehr geht es nun weiter im Programm. Es ist Zeit, den Headliner aus Süddeutschland kräftig zu feiern. Majesty haben uns ihr aktuelles Album „Banners High“ mitgebracht und wollen nun zeigen, wie man in Berlin dazu rocken kann. Die Männer um Tarek Maghary haben keine Kosten und Mühen gespart und servieren uns ein klassisches True Metal Album. Schon nach den ersten Songs, ertönt lautstark ihr Schlachtruf aus der Fanmenge: „Hail, hail to Majesty!“ Für mich ist er immer etwas ganz besonderes, denn durch das gemeinsame Rufen, weiß ich genau, wo ich hingehöre. In eine schwarz gekleidete Menschenmasse, die mit leuchtenden Augen und einem Lächeln im Gesicht, ihren Helden auf der Bühne zujubelt. Im nächsten Song wird dies ganz deutlich: „We are the metal law, warriors we’re fighting. We are the metal law, never we fall!“ Tarek fühlt sich sichtlich wohl und begrüßt uns mit hochgestreckter Pommesgabel. „Hallo Hauptstadt des Heavy Metal! Wie geht es euch?“ Was wir antworten, ist klar: „Hail, hail to Majesty“. Als nächstes folgt das von mir so geliebte Drum Solo. Jan ballert hinter seiner ausgefallenen Schießbude alles aus sich raus und lässt das fette Grinsen nicht für eine Sekunde aus seinem Gesicht verschwinden. Driggigiggigidegig. Und wieder: „Hail, hail to Majesty“!
Mit „Fields Of War“ ziehen wir gemeinsam mit ihnen in die Schlacht. Die Stimmung ist hochgradig explosiv. Die Songs „Banners High“ und „United By Freedom“ sind nicht nur vom brandaktuellen Album, sondern auch noch echte Ohrwürmer. Doch als nächstes freut man sich auf eine etwas schnellere Nummer: „Heavy Metal Battlecry“ heizt nochmal kräftig ein. Gitarrist Tristan gibt nun sein Gitarrensolo zum Besten und präsentiert sich stolz im Wind der Ventilatoren am vorderen Bühnenrand. „Hail, hail to Majesty!“…
Mit „Into The Stadiums“ verrichten die Metaller einen Wunsch an die Musikwelt da draußen. Bringt den Metal wieder in die Stadien der Großstädte und feiert mit ihm. Zwar ist das K17 in Berlin kein besonders großer Club, dennoch wird er heute Abend zu einem wahrhaft gigantischen Stadium gemacht.
Als nächstes sorgt die Acoustic-Ballade „Take Me Home“ für Abwechslung. Alle sind ruhig, besinnt und genießen diese Ohrenpause. Manch einer hat sich sogar beim anderen untergehakt. Wer jetzt sagt, dass Metalheads nicht gefühlvoll sein können, liegt falsch.
Unser Herz wieder schneller schlagen, lassen die bekannten Hits „Thunder Rider“ und „Sword And Sorcery“. Robin grinst in einer Tour und auch der neue Bassist Alex ist gut drauf. Also wird ein letztes Mal zusammen abgerockt, bevor sich die Krieger verabschieden.
Doch so schnell wird nicht aufgegeben. Majesty erstehen wieder auf und versprechen uns zwei letzte Songs. Beim Klassiker „Epic War“ kann sogar ein gestandener Mann, wie Tarek es ist, FAST anfangen zu weinen. Zumindest standen nicht nur ihm die Tränen in den Augen 😉
Zu guter Letzt folgt „Metal Union“. Ein Song, wie er im Buche des Heavy Metals steht. „Metal Union, together one by one, we sing that mighty song, we keep on fighting. Metal Union, united we all stand from all over the land, now we are rising. Metal Union!“ Was für ein Gänsehautsong!

Ich bin total ausgepowert und fertig und brauche nun erst mal ein Bier 😉 Das Konzert vom Vortag scheint mir wohl noch in den Knochen zu stecken, aber was soll’s. Mich lange darüber beschweren kann ich gar nicht, denn schon erblicke ich den sich füllenden Autogrammtisch mit allen drei Bands des Abends. Eine lange Schlange gibt es hier nicht und auch keine kreischenden Groupies sind anwesend. Man betreibt Smalltalk, stößt zusammen an und ganz nebenbei wird mal ein Fanfoto geknipst. Majesty, aber auch Stormwarrior und Wisdom sind absolut fanfreundlich, super nett, aufgeschlossen und werden niemals langweilig. An diesem Abend wurden einfach ALLE Erwartungen erfüllt. „It’s more than only music, it is your fate so choose it. The call of metal will be heard“ – dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

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