20.07.19 – Jimmy Gee & Friends

»Warte nicht bis der Sturm vorüberzieht, sondern lerne im Regen zu tanzen.«

Am vergangenen Wochenende war gefühlt überall in Deutschland etwas los – vieles unter freiem Himmel. Leider machte die große Unwetterfront vielen Veranstaltern und Künstlern einen Strich durch die Rechnung und so fielen unzählige Open-Air-Festivals im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. So war auch das Rock-Spektakel „Rock unterm Kaiser“ mit Jimmy Gee & Friends auf dem sagenumwobenen Kyffhäuser-Denkmal, unweit von Bad Frankenhausen (Thüringen), betroffen.  Dass Jimmy Gee und seine Band jedoch aus einem verregneten Konzerttag das Beste machen können, bewiesen sie in der Vergangenheit des Öfteren und demnach war es für die „Heartrocker“ aus Berlin kein Problem, das Publikum bei Laune zu halten. Aber dazu später mehr!

Jimmy Gee & Friends ist ein brandneues Konzept, welches in diesem Szenario zum ersten Mal stattfand. Mit seinen Freunden und Musikkollegen füllte Jimmy Gee ein vielseitiges Abendprogramm der Extraklasse. Mit dabei waren: Michael Bormann (deutscher Sänger der Band Jaded Heart, u.a. Ex Bonfire, Ex J.R. Blackmore´s Superstition, Ex Bloodbound u.v.m., sowie Kandidat bei THE VOICE OF GERMANY 2014), Paul Bowen (Singer-Songwriter aus Belfast), Martin Constantin (Operntenor mit Rocksänger-Seele aus Schweden), Marcus „Rooky“ Forstbauer (Live- und Studiogitarrist z.B. für Uriah Heep, Nazareth und Doro) und Jassy J (Gitarristin und YouTuberin ). Aber eins nach dem anderen:

Die Band und die Crew trafen sich am Samstag, den 20. Juli, bereits um 11:00 Uhr zum Bühnenaufbau und Soundcheck und genossen gut gelaunt den herrlichen Ausblick, den man vom Kyffhäuser-Denkmal über Thüringen hatte. Alle waren von der Barbarossa-Statue beeindruckt und begeisterten sich für diese einzigartige Konzertlocation. Ab 16:00 Uhr erfolgte nach Eintreffen der Gastmusiker die Generalprobe und man erfreute sich am guten Sound.
Kurz vorm Einlass zog eine gewaltige Regenfront auf und es begann wie aus Eimern zu gießen. Die Gäste konnten sich zum Glück unterstellen. Einige von ihnen halfen sogar mit, die Technik zu sichern und der Crew zu helfen, damit nichts wegwehte oder großartig beschädigt wurde.
Durch das Unwetter gab es eine Zeitverzögerung von ca. einer Stunde, weshalb die Vorband leider nur verkürzt spielen konnte. Die Melodic-Metal-Band Oversense aus Unterfranken heizte das Publikum dennoch gut an und ließ sich davon nicht unterkriegen.
Um 22:30 Uhr war es dann Zeit für den Headliner des Abends: Jimmy Gee. Die Setlist war geschmückt mit den besten eigenen Hits, wie „Arabian Girl“, „Enjoy Your Life“ und „She’s Got The Money“, aber auch bekannten Hits wie „Wild Thing“ (The Troggs), „Living On A Prayer“ (Bon Jovi) und „Help“ (Beatles). Nach und nach traten die Gastmusiker auf die Bühne und nahmen verschiedene Parts ein. Mal spielte Marcus „Rooky“ Forstbauer die Klampfe, Paul Bowen sang einen kompletten Song, Martin Constantin rockte das Mikrofon, Jassy J überzeugte mit ihren flinken Fingern an der Gitarre und ein anderes Mal zog Michael Bormann das Publikum mit seiner Stimme in den Bann. Aber nicht nur die Gastmusiker bekamen Beifall – auch Tontechniker Michael Grawe wurde gefeiert, als er ganz plötzlich und unverhofft von Jimmy Gee auf die Bühne gerufen wurde, um als echter Toto-Fan am Keyboard den Song „Hold The Line“ zu performen.
Als die Band gerade „Born To Be Wild“ spielte, kam dann die negative Überraschung: Stromausfall mitten im Song! Auf der Bühne war es plötzlich duster und leise. Schlagzeuger Leo reagierte schnell und spielte den Song einfach weiter, da er das einzige Instrument spielte, welches man auch ohne elektronische Verstärkung halbwegs hören konnte und überzeugte mit einem improvisierten Drumsolo. Auch Martin Constantin improvisierte ein Stück mithilfe seines kraftvollen Operngesangs und beeindruckte mit Lautstärke! Schnell schalteten die Besucher ihre Handytaschenlampen an, um den Musikern auf der Bühne zu leuchten und sorgten damit gleichzeitig für einen unfassbar schönen Moment, denn das Lichtermeer sorgte für Gänsehaut.
Als der Strom wieder da war, wurde „Born To Be Wild“ erneut gespielt und die Stimmung war sogar besser als vorher. Zu guter Letzt kamen beim Lied „Rocking In The Free World“ noch einmal alle Musiker auf die Bühne und rockten gemeinsam den Neil-Young-Hit.

Sowohl die Musiker, als auch das Publikum ließen sich vom Unterwetter nicht kleinkriegen und machten das Beste aus der Situation – auch wenn letztendlich nicht allzu viele Besucher vor Ort waren.

Der Meister selbst ist ebenfalls zufrieden: „Es war eine ganz, ganz tolle Erfahrung, weil die Stimmung hervorragend war. Es gab weder Neid, noch Missgunst den anderen gegenüber, was ja leider in dieser Branche nicht normal ist. Es war trotz Unwetter einfach ein absolut tolles Konzert unter Freunden mit einer absolut grandiosen Mischung – von Irish Folk bis Operngesang, war alles dabei. Es war eine Veranstaltung von Freunden für Freunde!“, so Jimmy Gee.

Eine Fortsetzung des Events folgt! 🙂

Michael Bormann & Jimmy Gee